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Strahlmittel für jede industrielle Anwendung

Welches Strahlmittel liefert auf Ihrem Werkstück und in Ihrer Anlage das beste Ergebnis? Straaltechniek International liefert Strahlmittel aller Art, berät Sie zur richtigen Kombination aus Strahlmittel, Korngröße und Strahlverfahren und testet diese vorab in unserem eigenen Strahllabor.

Was ist Grit (kantiges Strahlmittel)?

Grit ist ein kantiges Strahlmittel mit scharfen Bruchkanten, das mit Druckluft oder einem Schleuderrad auf eine Oberfläche gestrahlt wird, um sie zu reinigen, zu entrosten, zu entlacken oder aufzurauen. Durch die scharfen Kanten schneidet Grit in die Oberfläche ein und erzeugt ein Rauheitsprofil, auf dem Lack, Pulverbeschichtung oder Metallisierung haften. Umgangssprachlich spricht man oft noch von Sandstrahlen, doch echter Sand wird dafür nicht mehr verwendet: In den Niederlanden ist er seit dem Sandstrahlerlass von 1957 verboten.

Das Gegenstück zu Grit ist Shot: runde Körner, die die Oberfläche nicht schneiden, sondern verdichten. Shot setzen Sie für ein glattes Ergebnis oder zum Kugelstrahlen (Shot Peening) ein. Auf dieser Seite finden Sie beides, denn die Wahl zwischen Grit und Shot ist bei jedem Strahlprozess der erste Schritt.

Welches Strahlmittel für welche Anwendung?

Die Wahl hängt von drei Faktoren ab: dem Werkstoff des Werkstücks, dem gewünschten Ergebnis und der Anlage, in der das Strahlmittel eingesetzt wird. Die Tabelle zeigt die gängigsten Kombinationen. Sind Sie unsicher? Wir testen es vorab mit Ihren eigenen Werkstücken.

Werkstück / Ziel Empfohlenes Strahlmittel Warum Geeignete Anlage
Stahl entrosten, Walzhaut und Altlack entfernen (Rostgrad C-D) Steel grit, Hartgussgrit; beim Druckluftstrahlen auch Normalkorund Hart und kantig, schneidet durch Rost und Walzhaut Schleuderradstrahlanlage mit GN Wheel® (metallisches Grit), Strahlkabine, Strahlkessel
Stahl für die Beschichtung aufrauen (Sa 2½, Ankerprofil) Steel grit, Hartgussgrit, Normalkorund, Granat Gleichmäßiges Rauheitsprofil, über die Korngröße einstellbar Strahlkabine, Strahlhalle, Strahlkessel; Korund nur in Druckluftstrahlanlagen
Stahl für das Metallisieren aufrauen Steel grit oder Hartgussgrit, rein und sauber Metallisieren erfordert ein scharfes Ankerprofil und eine fett- und staubfreie Oberfläche: nur reines, sauberes Grit sorgt für die nötige Haftung Strahlkabine oder Strahlhalle mit Strahlmittelreinigung; siehe Metallisierung
Edelstahl reinigen oder aufrauen Edelstahlgrit (Stelux CG), Edelkorund, Glasperlen Eisenfrei: keine Rostbildung oder Verunreinigung im Nachhinein Strahlkabine, Handstrahlkabine, Schleuderradstrahlanlage
Aluminium und NE-Metalle Edelkorund, Glasperlen, Keramikperlen Keine Eiseneinschlüsse, die helle Oberfläche bleibt erhalten Handstrahlkabine, Strahlkabine
Gussteile entgraten und nachstrahlen Steel grit, Steel shot Entfernt Sand- und Gussreste, hoher Durchsatz Schleuderradstrahlanlage mit GN Wheel® (Hängebahn, Drehtisch, Muldenband)
Glatte, matte oder dekorative Oberfläche Glasperlen, Keramikperlen Rundes Korn, poliert ohne Materialabtrag Handstrahlkabine
Shot Peening (Widerstand gegen Metallermüdung) Steel shot, Edelstahl-Shot, Glasperlen, Keramikperlen Rund und homogen, verdichtet die Oberfläche Shot-Peening-Anlage
Empfindliche Teile: dünnwandiges Aluminium, Kunststoff, Formen Kunststoffgranulat, Nussschalen Weich, entfernt Lack, ohne den Grundwerkstoff zu beschädigen Handstrahlkabine
Sehr hart oder eisenfrei erforderlich (Turbinen, Elektronik, Luftfahrt) Edelkorund weiß, Siliziumkarbid Reinste eisenfreie Strahlmittel, extrem hart Handstrahlkabine, Strahlkabine
Nassstrahlen, Fassaden, Instandhaltung vor Ort Granat, Olivin Natürliches Mineral, geeignet für Nass- und Vakuumstrahlen Strahlkessel, mobiler Strahlcontainer

Sie sind unsicher, welches Strahlmittel auf Ihrem Werkstück am besten funktioniert? Unsere Berater denken mit und testen es vorab mit Ihren eigenen Teilen.

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Strahlmittel zur Vorbehandlung für Beschichtungen: Rostgrad und Reinheitsgrad

Wird das Werkstück nach dem Strahlen beschichtet, lackiert, pulverbeschichtet oder metallisiert, bestimmt die Vorbehandlung, wie lange die Beschichtung hält. Maßgeblich sind dabei zwei Begriffe aus der Norm ISO 8501-1: der Rostgrad, in dem der Stahl angeliefert wird, und der Reinheitsgrad (Sa), den Sie nach dem Strahlen erreichen wollen. Den Reinheitsgrad schreibt in der Regel der Lieferant des Beschichtungsstoffs vor.

Rostgrad (vor dem Strahlen) Zustand des Stahls
A Stahl weitgehend mit festhaftender Walzhaut bedeckt, wenig oder kein Rost
B Stahl, der zu rosten beginnt; die Walzhaut beginnt sich abzulösen
C Walzhaut weggerostet oder abschabbar; leichte Narbenbildung sichtbar
D Walzhaut weggerostet; deutliche Narbenbildung auf der gesamten Oberfläche
Reinheitsgrad Ergebnis nach dem Strahlen Typisches Strahlmittel
Sa 1: leichtes Strahlen Lose Walzhaut, Rost und Farbe entfernt Feines mineralisches Grit, Glasperlen
Sa 2: gründliches Strahlen Fast die gesamte Walzhaut, Rost und Farbe entfernt; Reste haften fest Steel grit, Normalkorund
Sa 2½: sehr gründliches Strahlen Walzhaut, Rost und Farbe entfernt; nur noch leichte Flecken oder Streifen Steel grit, Hartgussgrit, Normalkorund, Granat
Sa 3: visuell reiner Stahl Gleichmäßige metallische Oberfläche ohne Rückstände Scharfes Grit: Hartgussgrit, Korund

Sa 2½ ist die übliche Anforderung für die meisten industriellen Beschichtungssysteme. Je schwerer der Rostgrad (C oder D), desto härter und kantiger muss das Strahlmittel sein, um auch die Narben sauber zu bekommen. Mineralisches Grit wie Korund ergibt ein gleichmäßig graues, scharfes Profil und erreicht fast immer mehr als Sa 2½; gestrahlte Teile können danach auch länger stehen, ohne an Reinheit zu verlieren. Hartgussgrit zieht dagegen Feuchtigkeit an: Damit gestrahlte Teile müssen zügig weiterverarbeitet werden.

Korngröße und Rauheit: das richtige Ankerprofil

Beim Strahlen schlägt jedes Korn eine kleine Mulde in die Oberfläche und drückt das umliegende Material nach oben. So entsteht ein Muster aus Spitzen und Tälern: das Ankerprofil. Die Beschichtung muss die Spitzen abdecken und die Täler füllen. Ragen die Spitzen durch die Schicht hindurch, beginnt dort schnell Rost. Ist das Profil zu flach, haftet die Beschichtung schlecht und löst sich ab.

Drei Eigenschaften des Strahlmittels bestimmen das Profil:

  • Korngröße: Ein gröberes Korn erzeugt ein tieferes Profil und arbeitet schneller; ein feineres Korn ergibt eine gleichmäßigere, glattere Oberfläche.
  • Form: Kantiges Grit erzeugt scharfe Spitzen und Täler (ein echtes Ankerprofil); rundes Shot erzeugt flache Mulden wie auf einem Golfball.
  • Schüttgewicht und Härte: Ein schweres, hartes Korn (Steel grit, 4,5 kg/l) schlägt bei gleicher Korngröße tiefer ein als ein leichtes (Korund, 2 kg/l).

Die Faustregel: Wählen Sie das feinste Korn, das das vorgeschriebene Profil noch erreicht. Gröber als nötig kostet mehr Strahlmittel, mehr Lack zum Füllen der tieferen Täler und mehr Strahlzeit. Das vorgeschriebene Profil steht meist im technischen Datenblatt der Beschichtung, angegeben in µm oder als fein, mittel oder grob nach ISO 8503. Korngrößen werden nach SAE J444 (Steel shot und Grit, zum Beispiel G25 oder S330) oder FEPA (Korund, zum Beispiel F36) bezeichnet. Mehr über das Messen der Rauheit lesen Sie in unserem Artikel über Rauheit und das richtige Strahlmittel.

Sie wissen nicht, welches Korn Ihre Beschichtung benötigt? Wir messen das Ankerprofil in unserem Strahllabor und empfehlen die richtige Korngröße.

Probestrahlen anfragen

Arten von kantigem Strahlmittel (Grit)

Grit ist kantig. Nachfolgend die Sorten, die wir liefern, von metallisch bis mineralisch.

Steel grit

Kantiges Strahlmittel aus Stahl (Stahlkies) für Stahlbleche, Profile sowie zum Entgraten und Reinigen von Gehäusen. Hält 500 bis 1.000 Zyklen: die niedrigsten Kosten pro m² aller Grit-Sorten. Lieferbar in G12 bis G120 (SAE J444). In unseren Schleuderradstrahlanlagen mit GN Wheel® läuft kantiges metallisches Grit auf Hartmetallschaufeln, die bis zu 10-mal länger halten.

Edelstahlgrit (Stelux CG)

Eisenfreies Grit aus nichtrostendem Stahl für Edelstahlteile und Formen. Verhindert Flugrost und Verfärbungen, die gewöhnliches Stahlgrit auf Edelstahl verursacht. Auch für Schleuderradstrahlanlagen geeignet.

Hartgussgrit

Härter als Steel grit (56-64 HRC). Bricht, statt sich abzurunden, und bleibt dadurch kantig: besseres Ankerprofil, höhere Strahlleistung. Verschleißt schneller (200-250 Zyklen). Für schwere Reinigung und dicke Lackschichten.

Normalkorund (braunes Aluminiumoxid)

Das universelle mineralische Grit: extrem hart (Mohs 9), eisenfrei und 15- bis 25-mal wiederverwendbar. Bleibt bis ins kleinste Korn kantig. Nur für Druckluftstrahlanlagen, nicht für Schleuderradstrahlanlagen. Auch als Mischkorund erhältlich (weißes, rosa und braunes Aluminiumoxid): eisenfrei, preislich und qualitativ zwischen Normalkorund und Edelkorund.

Edelkorund (weißes Aluminiumoxid)

Der reinste, vollständig eisenfreie Korund. Standard in der Elektronik, im Turbinenbau und in der Luftfahrt sowie für Edelstahl und Aluminium. Lieferbar in F016 bis F320.

Siliziumkarbid schwarz

Das härteste Grit in unserem Sortiment (Mohs 9,5). Eisenfrei und scharf, für sehr harte Werkstoffe und ein schnelles Ergebnis bei geringem Kornbruch.

Sibasiv

Kalzinierter Bauxit aus natürlichen Mineralien: fest, eisenfrei und scharf.

Granat (Garnet)

Natürliches Mineral für das Nass- und Wasserstrahlen von Fassaden und Konstruktionen sowie als trockenes Grit vor Ort.

Olivin

Für stark verunreinigten Stahl, Edelstahl und Aluminium, wenn die Oberfläche nicht zu rau werden darf.

Stahlkies, Stahlguss, Edelkorund und Glasperlen bestellen Sie direkt per Sack oder Palette in unserem Onlineshop.

Zum Onlineshop

Runde und weiche Strahlmittel (kein Grit)

Diese Strahlmittel sind rund oder weich und schneiden nicht. Sie wählen sie für ein glattes Ergebnis, für das Shot Peening oder für empfindliche Werkstücke. Für das Shot Peening gelten strengere Anforderungen an Korngröße, Homogenität und Härte; mehr dazu unter Strahlmittel für Shot Peening.

Steel shot

Runde Stahlkugeln (Stahlguss-Strahlmittel) für das Shot Peening und das Reinigen von Gussteilen in Schleuderradstrahlanlagen. Lieferbar in S070 bis S660.

Edelstahl-Shot (Stelux C und CN)

Eisenfreies rundes Strahlmittel für Edelstahl, Aluminium, verzinkten Stahl und Shot Peening. Sehr lange Standzeit (2.000-4.000 Zyklen) und wenig Staub. Auch für Schleuderradstrahlanlagen geeignet.

Glasperlen

Vollständig eisenfrei, rund und relativ weich. Zum Reinigen, Entgraten und für einen matten Glanz auf Edelstahl und Aluminium.

Keramikperlen

Alternative zu Glasperlen mit höherer Härte und längerer Lebensdauer, also weniger Staub und Abfall.

Kunststoffgranulat

Zum Entfernen von Lack von empfindlichen Werkstoffen, etwa dünnwandigem Aluminium in der Luftfahrt- und Automobilindustrie.

Nussschalengranulat

Zum Reinigen und Entgraten, wenn die Oberfläche nicht beschädigt werden darf, zum Beispiel bei Spritzgussteilen.

Strahlmittel vergleichen: Form, Härte und Wiederverwendung

Sorte Form Härte Schüttgewicht (kg/l) Eisenfrei Anzahl Zyklen Typische Anwendung
Steel grit kantig 40-65 HRC 4,5 nein 500-1.000 Stahl, Profile, Guss, Schleuderradstrahlen
Hartgussgrit kantig 56-64 HRC 4 nein 200-250 schwere Reinigung, dicke Lackschichten
Edelstahlgrit (Stelux CG) kantig verfestigt sich im Einsatz 4,5 ja hoch Edelstahl, Vorbehandlung für Beschichtungen
Normalkorund kantig Mohs 9 2 ja 15-25 universell, Entrosten, Aufrauen
Edelkorund kantig Mohs 9 2 ja 15-25 Edelstahl, Aluminium, Luftfahrt, Elektronik
Siliziumkarbid kantig Mohs 9,5 ca. 1,5 ja hoch sehr harte Werkstoffe
Granat kantig Mohs 7-7,5 ca. 2,3 ja begrenzt Nassstrahlen, vor Ort
Olivin kantig Mohs 6,5-7 ca. 1,7 ja begrenzt verunreinigter Stahl, leichtes Profil
Steel shot rund 40-51 HRC 4,5 nein 1.000-1.800 Shot Peening, Guss
Edelstahl-Shot (Stelux C/CN) rund 25-30 HRC, verfestigt sich 4,5 ja 2.000-4.000 Edelstahl, Aluminium, Peening
Glasperlen rund Mohs 6 1,5 ja 5-35 Finish, Mattieren, Edelstahl
Keramikperlen rund 55-65 HRC 2,3 ja 60-200 Finish, Peening, weniger Staub
Kunststoffgranulat kantig, weich Mohs 3-4 0,8-1,15 ja 40-80 Lackentfernung, Formen
Nussschalen kantig, weich Mohs 3,3 0,6-0,7 ja 40-80 empfindliche Oberflächen

Werte laut Produktdatenblättern und Fachliteratur; die genaue Anzahl der Zyklen hängt von Arbeitsdruck, Einstellung und Reinigung ab. Metallisches Grit (4,5 kg/l) schlägt härter ein und entfernt dicke Schichten schneller als mineralisches Grit (2 kg/l), mineralisches Grit hat jedoch pro Kilogramm deutlich mehr Körner und strahlt bis in die Poren.

Wählen Sie das feinste Korn, das das gewünschte Profil noch erreicht: Gröber als nötig kostet Strahlmittel, Lack und Zeit. Wie Korngröße und Rauheit zusammenhängen, lesen Sie unter Rauheit und das richtige Strahlmittel.

Einweg-Strahlmittel: Schmelzkammerschlacke, Calciumsilikat und Glasgranulat

Neben wiederverwendbarem Grit gibt es Einweg-Strahlmittel: Schmelzkammerschlacke, Calciumsilikat (in Baumärkten oft als „Strahlsand“ oder „Strahlgrit“ verkauft) und Glasbruch. Sie sind pro Kilogramm günstig und eignen sich für das Strahlen im Freien, wo das Strahlmittel nach Gebrauch zusammengekehrt und entsorgt wird.

In einer Strahlkabine oder Strahlhalle sind sie selten die beste Wahl. Sie zerfallen nach einem oder wenigen Zyklen zu Staub, der Verbrauch pro m² ist hoch und auch die Entsorgung kostet Geld. Zudem werden Schmelzkammerschlacken knapper. Wer regelmäßig strahlt, fährt mit wiederverwendbarem Steel grit oder Korund in einer Anlage mit Strahlmittelaufbereitung pro gestrahltem m² fast immer günstiger und hat weniger Staub in der Kabine.

Strahlmittel wiederverwenden: pro m² rechnen, nicht pro Kilo

Metallisches Grit hält Hunderte bis Tausende Zyklen, mineralisches Grit einige Dutzend, sofern es nach jedem Zyklus gereinigt wird. Staub, Lackreste und gebrochene Körner müssen heraus, sonst sinkt die Strahlleistung und die Staubentwicklung steigt.

Der Preis pro Kilo sagt deshalb wenig aus. Entscheidend ist, wie viel Strahlmittel Sie pro gestrahltem Quadratmeter verbrauchen. Als Richtwert für recycelbares Grit in einer Strahlkabine:

Strahlmittel Verbrauch pro m²
Steel grit 0,5 kg
Hartgussgrit 0,8 kg
Sibasiv 1,5 kg
Korund 1,2 kg
Granat 3 kg
Edelstahlgrit 0,4 kg

Granat ist pro Kilo günstig, doch Sie verbrauchen davon pro m² sechsmal so viel wie von Steel grit. Bei mineralischem Grit verdoppelt sich der Verbrauch zudem zwischen 4 und 6 bar Arbeitsdruck. In der Praxis sind Strahldruck und Strahlmittelventil oft zu hoch eingestellt; auch das messen wir beim Probestrahlen Ihrer Werkstücke.

Das Strahlmittel selbst ist nur ein Teil der Kosten pro m². Auch die Strahlgeschwindigkeit, der Verschleiß der Anlage und die Entsorgung des gebrauchten Strahlmittels zählen. So ist Edelstahlgrit pro Kilo teuer, kann sich unterm Strich aber lohnen: Es hält lange und Anlagenteile verschleißen weniger.

Wir bauen die Anlagen, die Wiederverwendung möglich machen: die Strahlmittelaufbereitung in der Strahlkabine, die Strahlmittel-Rückgewinnungsanlage für große Strahlhallen und die Vakuum-Saugförderanlage für das Strahlen vor Ort. Auch die Entsorgung von gebrauchtem Strahlmittel übernehmen wir.

Möchten Sie wissen, wie viel Sie einsparen können? Wir berechnen Ihren Strahlmittelverbrauch und Ihre Kosten pro m² für Ihre eigene Anlage.

Kosten berechnen lassen

Arbeitsdruck, Luftverbrauch und Strahldüse

Dasselbe Strahlmittel kann in einer Anlage deutlich sparsamer arbeiten als in einer anderen. Drei Einstellungen machen den Unterschied:

  • Arbeitsdruck: Bei mineralischem Grit verdoppelt sich der Verbrauch zwischen 4 und 6 bar ungefähr. Ein höherer Druck ist also nicht automatisch schneller oder günstiger.
  • Strahlmittelventil: Ist es zu weit geöffnet, gelangt mehr Strahlmittel durch die Strahldüse als nötig, ohne dass das Ergebnis besser wird.
  • Strahldüse: Der Durchmesser bestimmt, wie viel Luft und Strahlmittel hindurchgehen, und damit, wie groß der Kompressor sein muss. Eine verschlissene Strahldüse wird weiter und verbraucht unbemerkt mehr Luft und Strahlmittel.

In der Praxis sehen wir oft, dass Strahldruck und Strahlmittelventil zu hoch eingestellt sind. Die Rauheit wird dann höher als nötig, mit einem höheren Verbrauch an Strahlmittel und Lack als Folge. Wir liefern die komplette Druckluftkette: Strahlmeister®-Strahlkessel, Kompressoren und Druckluftaufbereitung, Strahldüsen und Schläuche, und stellen die Anlage gemeinsam mit Ihnen ein.

Staub, Absaugung und Aufbereitung von Strahlmittel

Staub entsteht, wenn Körner brechen. Harte, zähe Strahlmittel wie Steel grit, Edelstahl-Shot und Keramikperlen brechen wenig; mineralisches Grit bricht schneller und erzeugt mehr Staub. Körner kleiner als etwa 0,2 mm haben beim Strahlen keine Wirkung mehr und verursachen nur Probleme: schlechte Sicht, ein verschmutztes Werkstück und eine geringere Strahlleistung.

Deshalb gehören zu wiederverwendbarem Strahlmittel immer eine gute Absaugung und Aufbereitung. Die Strahlmittelaufbereitung trennt Staub, Lackreste und zu kleine Körner vom brauchbaren Strahlmittel, die Entstaubungsanlage fängt den Staub auf und hält die Luft in der Kabine klar. Mit weniger Staub halten auch die Filterpatronen länger. Das Strahlen mit Quarzsand ist streng verboten: Der feine Staub dringt tief in die Lunge ein und verursacht Silikose (Staublunge).

Tests in unserem eigenen Strahllabor

Wir verfügen über einen vollständig eingerichteten Versuchsstrahlraum mit Labor. Auf Basis von Versuchen mit Ihren eigenen Werkstücken empfehlen wir, welche Strahlmittelsorte, welche Korngröße und welches Strahlverfahren das beste Ergebnis liefern. Wir messen die Rauheit, beurteilen die Qualität des Strahlmittels und die Einstellungen der Maschine und vergleichen das Ergebnis mit dem gewünschten Reinheitsgrad nach ISO 8501-1 (zum Beispiel Sa 2½). Sie erhalten einen Laborbericht mit konkreten Empfehlungen, einschließlich des zu erwartenden Verbrauchs pro m².

Häufige Fragen zu Strahlmitteln

Was ist der Unterschied zwischen Grit und Shot?

Grit ist kantig und schneidet in die Oberfläche ein: Es reinigt aggressiv und erzeugt ein Rauheitsprofil. Shot ist rund und verdichtet die Oberfläche: Es ergibt ein glatteres Ergebnis und wird für das Shot Peening eingesetzt. Zum Entlacken und Aufrauen wählen Sie Grit, für das Finish und die Verfestigung Shot.

Welches Strahlmittel ist das beste für Stahl?

Zum Entrosten und Aufrauen von Stahl ist Steel grit der Standard: hart, wiederverwendbar und wirtschaftlich in Schleuderradstrahlanlagen und Strahlkabinen. Für Strahlkessel oder wenn Eisenfreiheit gefordert ist, ist Normalkorund die Alternative.

Welches Strahlmittel verwenden Sie für Edelstahl und Aluminium?

Immer eisenfreies Strahlmittel: Edelstahlgrit, Edelkorund oder Glasperlen. Gewöhnliches Stahlgrit hinterlässt Eisenpartikel, die auf Edelstahl und Aluminium Rost und Verfärbungen verursachen.

Kann man Strahlmittel wiederverwenden?

Ja. Steel grit, Steel shot und Korund halten Hunderte bis Tausende Zyklen, wenn das Strahlmittel nach jedem Zyklus von Staub und gebrochenen Körnern gereinigt wird. Weiche Strahlmittel wie Nussschalen sind nur begrenzt wiederverwendbar.

Welche Korngröße benötige ich?

Gröbere Körner ergeben ein tieferes Rauheitsprofil und eine höhere Strahlleistung, feinere Körner eine glattere und gleichmäßigere Oberfläche. Die richtige Größe hängt von der gewünschten Rauheit und von der Anlage ab. Wir ermitteln sie durch Probestrahlen Ihrer Werkstücke in unserem Strahllabor.

Wie viel Staub erzeugt Strahlmittel?

Das hängt von der Härte und Bruchfestigkeit des Korns ab. Harte, zähe Strahlmittel wie Steel grit und Keramikperlen brechen wenig und erzeugen wenig Staub; mineralisches Grit bricht schneller. Eine gute Absaugung und Aufbereitung halten die Staubentwicklung gering und das Strahlmittel länger brauchbar.

Darf ich mit Sand strahlen?

Auf keinen Fall. Das Strahlen mit Sand ist streng verboten. In den Niederlanden gilt das bereits seit dem Sandstrahlerlass von 1957. Sand enthält Quarz, und dessen feiner Staub ist so klein, dass er die natürlichen Filter von Nase und Luftröhre passiert und sich tief in den Lungenbläschen festsetzt. Das verursacht Silikose (Staublunge): irreparable Schäden und sehr große Gesundheitsrisiken für den Strahler. Verwenden Sie deshalb immer ein sicheres Strahlmittel wie Korund, Steel grit oder Granat; 'Sandstrahlen' bedeutet heute eigentlich Strahlen mit Grit.

Was ist der Unterschied zwischen mineralischem und metallischem Strahlmittel?

Mineralisches Grit (Korund, Sibasiv, Granat) ist eisenfrei, bleibt bis ins kleinste Korn scharf und ergibt ein optimales Ankerprofil, verbraucht sich aber schneller und erzeugt mehr Staub. Metallisches Grit (Steel grit, Hartgussgrit, Edelstahlgrit) hält viel länger, erzeugt weniger Staub und schlägt durch das hohe Schüttgewicht härter ein, ideal für dicke Lackschichten und Walzhaut.

Was bedeutet Sa 2½?

Sa 2½ ist ein Reinheitsgrad nach ISO 8501-1: sehr gründlich gestrahlter Stahl, von dem Walzhaut, Rost und Altlack entfernt sind und auf dem nur noch leichte Flecken oder Streifen sichtbar sind. Es ist die übliche Anforderung für die meisten industriellen Beschichtungssysteme. Strenger ist Sa 3, visuell reiner Stahl.

Welchen Arbeitsdruck verwende ich beim Strahlen mit Grit?

Das hängt vom Strahlmittel, der Strahldüse und dem gewünschten Ergebnis ab. Höher ist nicht automatisch besser: Bei mineralischem Grit verdoppelt sich der Verbrauch zwischen 4 und 6 bar ungefähr, und ein zu hoher Druck erzeugt ein raueres Profil als nötig. Wir ermitteln den richtigen Druck durch Probestrahlen Ihrer Werkstücke in unserem Strahllabor.

Ist Strahlmittel aus dem Baumarkt für eine Strahlkabine geeignet?

Meist nicht. Strahlmittel aus dem Baumarkt ist oft Calciumsilikat oder Schlacke: ein Einweg-Strahlmittel, das nach einem oder wenigen Zyklen zu Staub zerfällt. In einer Strahlkabine mit Recycling ist wiederverwendbares Steel grit oder Korund pro m² günstiger und erzeugt deutlich weniger Staub.

Wo kann ich Strahlmittel kaufen?

Im Webshop von Straaltechniek bestellen Sie Steel grit, Steel shot, Edelstahlgrit und Edelstahl-Shot, Edelkorund, Glasperlen und Sibasiv per Sack oder Palette. Für größere Abnahmemengen, Tests oder Beratung wenden Sie sich an unsere Berater.

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